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14.11.17 - 13:43 Uhr

Wohnungsnot immer größer - 860.000 Menschen ohne Wohnung

Deutscher Mieterbund unterstützt Forderungen der BAG-W

(dmb) „Wohnungslosigkeit ist die Spitze der Wohnungsarmut in Deutschland. 860.000 Menschen sind ohne Wohnung, bis 2018 drohen sogar 1,2 Millionen Menschen wohnungslos zu sein. Das sind Alarmzeichen, die ein Weckruf für die Politik sein müssen. Sie muss die Wohnungsnöte in unserem Land endlich aufgreifen und lösen“, kommentierte der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, die heute veröffentlichten Zahlen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. „Wir unterstützen die BAG-W in ihren Forderungen nach Einführung einer bundeseinheitlichen Wohnungsnotfall-Statistik, Förderprogrammen zur Prävention von Wohnungsverlusten und zur Versorgung der aktuell wohnungslosen Menschen, Mietschuldenübernahme im Rahmen des SGB II als Beihilfe und keine Kürzungen der Leistungen für Unterkunft und Heizung als Sanktion von Pflichtverletzungen.

Wohnungsmangel und ständig steigende Mieten sind entscheidende Faktoren für Wohnungslosigkeit und Wohnungsarmut. Der Deutsche Mieterbund fordert deshalb den jährlichen Neubau von 400.000 Wohnungen, davon mindestens 200.000 Mietwohnungen und davon mindestens 80.000 Sozialwohnungen. Darüber hinaus müssen die Mieterhöhungsmöglichkeiten nach Modernisierungen bzw. auf die Vergleichsmiete eingeschränkt und die so genannten Wiedervermietungsmieten wirksam begrenzt werden (Mietpreisbremse / Mietwucher). Das Wohngeld muss erhöht und automatisch den Miet- und Preisentwicklungen angepasst werden.

Siebenkotten: „Es reicht nicht aus, wenn die Jamaika-Koalitionäre als Ziel ‚ausreichenden, bezahlbaren und geeigneten Wohnraum für alle‘ ausgeben. Wir brauchen konkrete Lösungsvorschläge und gesetzliche Regelungen zur Bekämpfung der realen Wohnungsnöte von Millionen Menschen.“

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