Zigaretten und Bier aus dem Doppeldecker
Berlin – Das Café um die Ecke, der Kiosk, der von morgens früh bis spät in die Nacht geöffnet hat – das alles gehört mit zur Lebensqualität in einer Stadt. In Berlin ist jetzt als jüngstes Projekt ein „Kjosk“ dazugekommen. Das ist ein Bus, in dem ein Kiosk eingerichtet wurde. Derzeit steht der alte Büssing-Bus, Baujahr 1965, noch in der Skalitzer Straße in Kreuzberg – zumindest noch bis zum Frühjahr. Drinnen gibt es Limo, Espresso, Zeitungen, Süßigkeiten und im Obergeschoss des Busses ein Café-Deck. Inhaberin Rosmarie Köckenberger (30) wollte eigentlich einen Laden eröffnen. Doch weil das auf Schwierigkeiten stieß und fehlschlug, kam die Berlinerin auf die Idee mit dem Bus.
Hund bei Einbruch ertappt
Mettmann – In Heiligenhaus im Kreis Mettmann ertappten zur Hilfe gerufene Polizisten kurz vor dem Jahreswechsel einen Hund bei einem „Einbruchsversuch“. Laute Geräusche und ein Bewegungsmelder hatte Nachbarn aufgeschreckt. Mit vier Autos raste die Polizei zum Tatort, wo sie dann statt einer Einbrecherbande nur den Hund der verreisten Hauseigentümer fand. Um in sein vertrautes Heim zurückzukehren, war dieser aus der Hundepension ausgebüxt, in der die Hundebesitzer das Tier für die Urlaubszeit abgegeben hatten.
Außer Kontrolle
Fulda/Saarbrücken – Gleich dreimal endeten Auseinandersetzungen zwischen Vermietern und Mietern mit einer Bluttat. Wegen Mietschulden hat ein 63 Jahre alter Eigentümer eines Mehrfamilienhauses in Kirchheim in der Nähe von Fulda seinen 31-jährigen Mieter mit der Schrotflinte erschossen. Der angetrunkene Vermieter schlug mit der Tatwaffe die Wohnungstür des Mieters ein und schoss zweimal auf den Mann. Der Streit um die ausstehenden Mietzahlungen war seit mehr als einem Jahr eskaliert.
Ein Streit um rückständige Mietzahlungen soll auch zu der Bluttat eines 81-jährigen Vermieters in Völklingen bei Saarbrücken geführt haben. Der Rentner, der sich beim anstehenden Prozess vor dem Landgericht Saarbrücken auf Notwehr und Unzurechnungsfähigkeit während der Tat berief, erschoss zuerst den 35-jährigen Mieter und später dann dessen 40-jährige Lebensgefährtin. Die neun und zehn Jahre alten Kinder der Frau mussten die Tat als Zeugen mit ansehen.
Ein Streit zwischen Mieter und Vermieter in Freiburg endete ebenfalls mit dem Tod eines Kontrahenten. Dort erschoss ein Mieter (71 Jahre) seinen Vermieter (75 Jahre). Die beiden lagen ebenfalls wegen nicht gezahlter Miete im Streit. Außerdem bezichtigte der Mieter den Vermieter, ihm seine Ehefrau ausgespannt zu haben.
Zur Miete angeboten
Berlin – Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. So geht es derzeit auch Bundespräsident Christian Wulff. Ein Scherzkeks bot dessen derzeitiges Zuhause, das Schloss Bellevue, beim Immobilienportal „ImmobilienScout24“ zur Miete an. Die Kaltmiete für das „Chateau Schönblick“, so die Bezeichnung für das Mietobjekt im Immobilienportal, lag bei einem Euro. Die „Kaution in Höhe von 500.000 Euro kann auch durch gute Freunde übernommen werden“, heißt es in der Annonce. „Anfragen auf dem Anrufbeantworter bitte nur bis fünf Minuten.“ Die Kündigung des derzeitigen Mieters werde täglich erwartet. Da der Mieter über ein weiteres Landhaus im geschmackvollen Stil in der niedersächsischen Provinz verfüge, sollte aber auch eine eventuelle Räumungsklage „unkompliziert“ verlaufen.
Schlafmittel Marihuana
Paderborn/Hövelhof – Zu einer neunmonatigen Bewährungsstrafe und einer Geldbuße in Höhe von 1.000 Euro, die sie auch in 100 Sozialstunden ableisten kann, verurteilte das Amtsgericht Paderborn eine 44 Jahre alte Mieterin in Hövelhof, die auf ihrem Balkon Marihuana angebaut hatte. Als Begründung gab die Frau an, sie habe mit dem Rauschgift ihre quälenden Rückenschmerzen und die dadurch verursachte Schlaflosigkeit in den Griff bekommen. Aufgefallen war die Mieterin, als ihr Vermieter bei einem Besuch die üppigen Pflanzen bemerkt hatte. Der verständigte die Polizei, die ein Beutelchen mit getrockneten Pflanzen- und Blütenteilen bei der Durchsuchung der Wohnung fand.