Zeitungen

MieterZeitung Dezember 2010

Starke Stücke

 

Coole Idee

 

Hamburg – Mit einem mehrere Meter hohen, begehbaren Iglu aus 322 Kühlschränken mahnte der Berliner Künstler Ralf Schmerberg im Oktober/November auf dem Hamburger Gänsemarkt zum Energiesparen. Es steht unter dem Motto „Verschwendung ist die größte Energiequelle“ und gehört zu einer Ausstellungsreihe „Denkanstöße“, die durch den Energieversorger Entega unterstützt wird.

 

Fassadenkunst schafft Arbeit

 

Berlin – Anfang November stellte Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) in der Sonnenallee vier bunt bemalte Fassaden vor. Sie entstanden im Rahmen eines Sozialprojektes, das von der Wohnbaugesellschaft Stadt und Land initiiert wurde. Acht Jugendliche haben durch das Projekt einen Ausbildungsplatz als Maler und Lackierer bekommen. Die französische Künstlergruppe „CitéCréation“, die bereits weltweite Erfahrungen in der Verzierung von städtischen Fassaden machte, leitete das Projekt. Über 200.000 Euro investierte die Wohnbaugesellschaft. Die Siedlung gilt als sozialer Brennpunkt. Im nächsten Jahr sollen drei weitere Fassaden gestrichen werden.

 

Künstler der CitéCréation hatten bereits im vergangenen Jahr bei einem anderen sozialen Kunstprojekt unter dem Namen „Voliere“ die Fassaden an einem Wohngebäude der Wohnungsgesellschaft Stadt und Land umgestaltet. Die MieterZeitung berichtete in der April-Ausgabe 2010.

 

Dummer Mieter – besserer Mieter

 

Saalfeld (Saale) – Dumme Mieter sind nach Ansicht einer Berliner Anwaltskanzlei offensichtlich die besseren Mieter. Zumindest aus Sicht der Vermieter. Nur so ist ein Brief einer Anwaltskanzlei an die Mieterschutzgemeinschaft Ostthüringen zu verstehen, die sich erlaubt hatte, Einsicht in die Unterlagen zur Betriebskostenabrechnung für einen Mieter zu fordern. Wörtlich heißt es in dem Brief: „Wenn Bewirtschaftungsinteresse und Mieterinteresse wie hier gleichlaufen, ziehen doch Vermieter und Mieter an einem Strang. Dann soll sich der Mieter aber auch angemessen an der Kostentragung beteiligen. Juristische Winkelzüge, seien diese zulässig oder aber nicht, sollten also allenfalls behutsam wahrgenommen werden.“

 

Und dann kommt es ganz dicke: „Ein Mieter, der demnach nicht Mitglied des Deutschen Mieterbundes ist, fährt sonach meistens besser. Er erlangt keine Kenntnis von möglichen juristischen Winkelzügen und er sieht sich zu Recht in der vertraglichen und in der moralischen Verantwortung, sich an den Betriebskosten angemessen zu beteiligen. Dagegen werden Mitglieder des Mieterbundes an dieser Einsicht zumeist gehindert. Das ist ja auch kein Wunder, der Mieterverein will seine Existenz auch irgendwie rechtfertigen.“

 

Und zum Schluss dann der diskrete Hinweis: „Das Mietverhältnis ist noch jung, man sollte es nicht durch juristisches Geplänkel überstrapazieren.“

 

 

 

 Impressum   Schrift 
- A +
 Suche 

Ausgabe Dezember2010

Titelbild

Alle 2 Monate neu 

Für Mitglieder oft kostenlos. Fragen Sie Ihren Mieterverein!

ABO für 8 € / Jahr
Bestellen im Shop hier>>>