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Mieterzeitung Oktober 2008Starke StückeTelekom lässt drohenHamburg – Lässt ein Mieter bei der Besichtigung eines Kaufinteressenten seiner Wohnung diesen wissen, dass er wohnen bleiben möchte und sich beim Mieterverein beraten lasse, schreckt dies potenzielle Käufer ab. Die Corpus Sireo Asset Management GmbH, Heusenstamm, die in Hamburg ein vermietetes Einfamilienhaus der Deutschen Telekom AG verkauft, brachten die Aussagen der Mieter in Harnisch. Schriftlich mahnten sie die Mieter ab, sich gegenüber den Kaufinteressenten und dem Makler „fair“ zu verhalten, berichtet der Mieterverein. Ansonsten machten sie sich unter Umständen schadensersatzpflichtig. Das Unternehmen beschwerte sich, dass es im Rahmen der Besichtigungen, aufgrund von „getätigten Aussagen der Mieter zu Irritationen gekommen“ sei. Der Mieterverein Hamburg, der die Mieter in diesem Verfahren vertritt, sieht dagegen das Recht auf Seiten der Mieter. Das nervt den Nachbarn besondersNürnberg – Laute Streitgespräche aus Nachbars Wohnung nerven die Deutschen am meisten. Fast jeder Dritte (29,6 Prozent) gab bei einer Umfrage von immowelt.de, eines der meistbesuchten Immobilienportale im Internet, an, dass dies die Beziehung zum Nachbarn trübe. Jeder Vierte (26,2 Prozent) ärgert sich darüber, wenn laute Musik durchs Mietshaus schallt. Auch Kindergeschrei mag jeder Vierte (21,0 Prozent) nicht. Ebenfalls stört das Liebesleben der Nachbarn häufig. Immerhin jeder Zehnte (11,1 Prozent) fühlt sich dadurch belästigt. Familie gewinnt gegen VermieterWuppertal – Eine Familie mit drei kleinen Kindern (zwei, vier und fünf Jahre alt) muss nicht aus ihrer Wohnung ausziehen. Das Landgericht Wuppertal (Az: 16 S 25/08) wies die Räumungsklage des Vermieters ab und hob damit gleichzeitig ein anders lautendes Urteil des Amtsgerichts Wuppertal (Az: 94 C 248/07) auf. Das Landgericht kam im Gegensatz zum Amtsgericht nicht zu der Auffassung, dass die Eltern ihre mietvertraglichen Pflichten verletzt hätten, indem sie ihre Kinder trotz Verbotsschildes im Garagenhof spielen ließen. Eine Kündigung komme erst dann in Betracht, wenn die Nachbarn so stark beeinträchtigt seien, dass eine Mietminderung berechtigt sei, entschied das Gericht. Eine solch unzumutbare Beeinträchtigung hat aber laut Gericht nicht vorgelegen. Angesichts der vielen Kinder in der Wohnanlage und des angrenzenden Spielplatzes sei der Spiellärm nicht über das übliche Maß hinausgegangen und deshalb hinzunehmen. Ein Haus steht KopfUsedom – Nein, zu tief ins Glas geschaut haben die polnischen Bauarbeiter, die auf Usedom ein Haus errichteten, nicht. Dass das Haus auf dem Kopf steht, haben seine beiden Bauherren, Sebastian Mikiciuk und Klaudiusz Golos, beabsichtigt. Ihr Haus ist sogar vom Bauamt genehmigt, wenn auch die Bauaufsicht auf die übliche Abnahme nach Fertigstellung verzichtete. Die Erbauer berichten davon, dass die komplett verkehrte Welt die Handwerker vor einige Probleme gestellt habe. So hätten zum Beispiel die Küchenmöbel, insbesondere die Führungsschienen für die Schubläden, verändert werden müssen. Auch das Fliesen des Fußbodens kopfüber habe den Handwerkern Schwierigkeiten bereitet. Die Möbel und der Fernseher seien mit Schrauben an die Decke angebracht worden. Die Schwerkraft von Bildern, Blumenvasen und von Geschirr wurde mit Hilfe von Klebstoff überwunden. Einzig richtig herum wurden die Treppen eingebaut, um den Besuchern den Zugang zu den Geschossen zu ermöglichen. Seit Anfang September kann nun jeder das Haus besichtigen – zum Eintrittspreis von sechs Euro, wobei Kinder einen ermäßigten Preis zahlen. Die Miet-BoxWer kennt das nicht: Kurzfristig steht der Umzug in eine andere Stadt an. Die neue Wohnung ist teurer – aber auch kleiner. Oder: Ein befristeter Job verlangt den Umzug ins Ausland. Noch einfacher: Die Wohnung ist einfach zu klein für die vielen Habseligkeiten, und guter Rat ist dann oft teuer. Kurzfristig Abhilfe schaffen so genannte Miet-Boxen, in die Hausrat, die Hobbyausrüstung, Umzugsgut oder auch ganz einfach Archivmaterialien eingelagert werden können. In den USA gibt es das schon länger. In Deutschland wird der Service erst jetzt so richtig bekannt. Erste Miet-Boxen gibt es in Hamburg, Berlin, München, Frankfurt oder Nürnberg. 30 bis 329 Euro Monatsmiete kostet eine solche Box je nach Größe. Statt „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“ müsste Hildegard Knef nun singen „Ich hab da noch eine Box in ...“. |
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