Nette Tierchen einfach vergessen
Wesseling – Dass man beim Auszug aus der Wohnung schon einmal einfach etwas liegen lässt, kann ja passieren. Doch dass man den Nachmietern zwei Schlangen hinterlässt – wie es jetzt in Wesseling passierte -, ist eher eine Ausnahme. Die Mieter waren längst weg, als einer Mieterin im Hausflur eine 120 Zentimeter lange Schlange über den Weg kroch. Den herbeigerufenen Polizeibeamten gelang es, sie in einem Eimer einzusperren. In der leer stehenden Wohnung fanden die Beamten dann noch eine weitere Schlange. Die Tiere hatten Hunger und Durst. Gefährlich waren sie allerdings nicht: Es waren ungiftige Kornnattern. Sie kamen in eine Zoohandlung. Gegen die ehemalige Mieterin wurde Strafanzeige erstattet.
Preiswert wohnen in freier Natur
Bonn/Lohmar – Das Ehepaar Uschi und Anton S. hat sich für ein Leben in freier Natur entschieden. Sie wohnen in einem Wohnwagen in Lohmar (Rhein-Sieg-Kreis). Vor allem auch, um sich die Miete für eine teure Wohnung zu sparen. 8 400 Euro zahlten sie zuletzt jährlich für ihre Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im benachbarten Troisdorf. Die Stellplatzmiete für den Wohnwagen kostet 1 300 Euro.
Angesichts der Wirtschaftskrise zieht es offensichtlich immer mehr Menschen auf Deutschlands Campingplätze. Die Besitzer des Campingplatzes in Lohmar an der Agger sind jedenfalls von dem Trend überzeugt. Der dpa sagten sie, dass es in den letzten Jahren Phasen gegeben habe, wo fast immer 30 Prozent der 155 Stellplätze leer standen. Da sei ihnen die Idee gekommen, Wohnwagen zu vermieten, ähnlich wie in Amerika in den Trailerparks. Der Platz ist jetzt fast immer ausgebucht. 60 Stellplätze sind an Dauerbewohner verpachtet.
Außerhalb von Campingplätzen sind Zelte nicht gerne gesehen. So musste ein Dauercamper in einem Mainzer Naturschutzgebiet sein Iglu-Zelt jetzt abbauen. Das Verwaltungsgericht Mainz (Az: 1 L 283/09.MZ) begründete das „Räumungsurteil“ damit, dass in einem Naturschutzgebiet jede Änderung der Natur verboten sei, insbesondere auch das Zelten und Lagern.
Ein Verbot des Zeltens auf dem Grundstück, das ihm der Eigentümer zum Wohnen überlassen hatte, akzeptierte der Camper nicht. Er zelte dort nicht nur, sondern habe auf dem Grundstück seinen dauerhaften Wohnsitz begründet. Er wolle dort auch eine Blockhütte und eine Dixi-Toilette aufstellen. Der Stadt gehe es offensichtlich nur darum, seinen anderen Lebensstil nicht akzeptieren zu wollen.
Die Ein-Million-Dollar-Matratze
Tel Aviv – Ihre „traumatischen Erfahrungen mit Banken“ kamen einer Frau aus Tel Aviv jetzt noch einmal teuer zu stehen. Die Frau hatte nämlich deshalb ihre ganzen Ersparnisse in einer Matratze versteckt. Rund eine Million Dollar, wie sie selbst sagt. Die sind jetzt weg. Nach dem Kauf einer neuen Matratze hatte sie die alte nämlich voreilig auf den Müll geworfen. Dass sie dort ihre Ersparnisse versteckt habe, fiel ihr erst am nächsten Morgen wieder auf. Da war die Matratze bereits von der Müllabfuhr abgeholt worden. Die verzweifelte Suche auf mehreren Müllkippen blieb erfolglos.
Nächtliche Überraschung
Berlin – Weil die Nachbarn über ihm tobten, kam nachts bei einem Mieter in Berlin die Decke runter, berichtete die B.Z. Anfang Juni. Der Mieter habe in seinem Bett gelegen, als morgens gegen 4.30 Uhr die Decke herunterkrachte. Er wundere sich, dass er noch lebe, erklärte der 69-jährige Rentner der B.Z. An seinen Nachbarn lässt der Mann kein gutes Haar. Da wird gebohrt, gehämmert und geschrieen. Er selbst komme kaum noch zum Schlafen.
Teure Aktion
Tangstedt – Unkraut vernichten mit Feuer statt mit Pestiziden gilt als ökologisch. Es kann aber auch sehr, sehr teuer werden. Diese Erfahrung machte zumindest ein Hobbygärtner aus Tangstedt in Schleswig-Holstein. Er setzte nämlich nicht nur das Unkraut in Brand, sondern sein eigenes Haus. Als ein Anbau aus Holz Feuer fing, konnte der Gärtner ein Übergreifen auf den Dachstuhl nicht mehr verhindern. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte zwar schließlich den Brand löschen, das Haus ist aber nun unbewohnbar.
Nur ein Dollar
Australien – Das Leben in Australiens Outback ist hart. Die Dürre macht den Farmern das Leben schwer. Und so steht manch ein Farmhaus leer. So auch in Wycheproof, drei Autostunden nordwestlich von Melbourne. Nur noch 815 Menschen leben dort. Um neue Bürger anzulocken, werden jetzt 13 Farmhäuser für einen Dollar die Woche vermietet. Die neuen Mieter müssen aufräumen, renovieren und sich verpflichten, mindestens drei Jahre zu bleiben. Ähnliche Initiativen in anderen Siedlungen im Outback waren bereits erfolgreich.