Ganz schön abgedreht
Dubai – Derzeit entsteht in Dubai das höchste Gebäude der Welt. Rund 700 Meter hoch soll das Burj Dubai erreichen, wenn es im nächsten Jahr fertig gestellt sein wird. Lange wird dieser Rekord aber nicht halten. Unweit des Burj Dubai soll noch ein wesentlich höherer Turm entstehen, der Al Burj. Auf einer künstlichen 440 Quadratkilometer großen Insel erbaut, soll er eine Höhe von über einem Kilometer haben.
Parallel planen Dubais Hochhaus-Architekten an einer ganz besonders revolutionären Bauart. Bis Mitte 2010 soll der 420 Meter hohe Rotating Tower entstehen. Jedes Stockwerk dreht sich darin unabhängig von den anderen um die eigene Achse, sagt der Architekt David Fisher aus Florenz. Knapp 20 000 Euro müssen die zukünftigen Bewohner je Quadratmeter Wohnfläche hinblättern. Wer sich bei diesen Preisen eine komplette Etage, also 1 200 Quadratmeter Wohnfläche, leisten kann, kann auch das Tempo seiner rotierenden Wohnung bestimmen. Wer nicht so reich ist und sich die Etage mit anderen teilen muss, hat es da schon schwieriger, er muss sich mit den anderen einigen.
„Indoor“-Plantagen
Köln/Bonn – Einem äußerst einträglichen, aber umso gesetzwidrigeren Gewerbe ging ein 27-Jähriger in seinen beiden Wohnungen in Köln und Bonn nach. Er baute dort im großen Stil Cannabis an. Über 500 Haschischpflanzen stellten die Drogenfahnder bei seiner Festnahme sicher. Da sein Geschäft florierte, plante er eine weitere Indoor-Plantage in Bad Neuenahr. Jetzt muss er für sieben Jahre ins Gefängnis.
35 Jahre ohne Strom
Lyon – 35 Jahre lang hat die 75-jährige Michèle Meyer in ihrem Landhaus – 50 Kilometer von Lyon entfernt - auf einen Stromanschluss gewartet. In diesem Sommer kann sie nun endlich einen Kühlschrank betreiben. Auch die Kerzen und Petroleumlampen haben ihren Dienst getan. Dass der Strompreis auch in Frankreich immer neue Rekordhöhen erreicht, stört Michèle Meyer dabei nicht. Einen Stromanschluss hat sie nämlich immer noch nicht. Dafür aber eine funktionierende Solaranlage.
Neuer Rekord
München - Eine Wohnung im so genannten Angerhof mit Traumblick auf die Innenstadt-Silhouette bricht jetzt alle bisher erreichten Rekorde in München. Die 500 Quadratmeter große Wohnung mit einer zusätzlichen Dachterrasse von 200 Quadratmetern kostet 7,8 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr schlug die teuerste in München verkaufte Wohnung, eine zweigeschossige Dachterrassen-Wohnung in der Nähe des alten Botanischen Gartens, mit „nur“ 5,5 Millionen Euro zu Buche.
Der Preis spielt bei den Wohnungen im Angerhof wohl keine große Rolle. Die günstigste Wohnung kostet je Quadratmeter 8 500 Euro. Die Hälfte der Wohnungen ist bereits weg.
Striktes Rauchverbot in Mietwohnungen
USA – Geradezu lasch sind die Nichtrauchergesetze in Deutschland. Zumindest im Vergleich zu dem, was derzeit kalifornische Städte für eine qualmfreie Zukunft verordnen. Zu Beginn des Jahres beschloss der Stadtrat von Calabasas, einer Kleinstadt 50 Kilometer nordwestlich von Los Angeles, ein absolutes Rauchverbot – selbst in den eigenen vier Wänden. Bis zum Jahr 2012 sollen laut der Verordnung 80 Prozent der Mietwohnungen zu Nichtraucherwohnungen werden. Bereits seit dem Jahr 2006 darf auch im Freien in der selbst ernannten „Nichtraucherstadt“ nicht mehr gequalmt werden. Es sei denn, die Raucher suchen eine von der Stadt speziell ausgewiesene Raucherzone unter freiem Himmel auf.
In der kalifornischen Stadt Belmont ist das Rauchen in Appartementhäusern verboten. In Einfamilienhäusern darf dagegen weitergeraucht werden. Es darf auch noch auf dem Bürgersteig geraucht werden, wenn der Raucher einen Sicherheitsabstand von 6,6 Metern zum nächsten Hauseingang oder Fenster einhält.
Kein Fußballfan
Ebermannsdorf – Vier Wochen lang dauerte die Riesen-Fußballfete anlässlich der Europameisterschaften in Österreich und der Schweiz in diesem nicht ganz so schönen Sommer. Normalität kehrte Ende Juni erst nach dem Finale wieder ein. Millionen schwarz-rot-goldener Fahnen schmückten Hausfassaden, PKWs oder wurden von Fans durch die Straßen und Gassen getragen. Nur ein Vermieter im tiefsten Bayern machte da nicht mit. Per Anwaltsschreiben forderte er seinen Mieter auf, zwei Deutschlandfahnen an der Fassade der gemieteten Wohnung bis zum 10. Juni zu beseitigen. Da war die Party gerade mal wenige Tage im Gange.