Presse

Pressemeldung

25.06.2012

Ramsauer fordert mehr sozialen Wohnungsbau

Mieterbund begrüßt Ministeräußerung und erinnert an Verantwortung des Bundes

 

(dmb) „Es ist gut und richtig, dass sich der Bauminister jetzt zu Wort meldet. Angesichts fehlender Wohnungen und ständig steigender Mieten muss die Politik reagieren. Wir brauchen mehr sozialen Wohnungsbau. Hierfür sind zwar in erster Linie die Länder zuständig, aber auch der Bund darf sich bei dieser Frage nicht aus der Verantwortung stehen“, kommentierte der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, die Äußerungen Ramsauers in einem Bild-Interview. Der Minister hatte erklärt, Mietsteigerungen in Ballungszentren, wie München oder Hamburg, seien ein Zeichen, dass mehr gebaut werden müsse. Die Länder müssten durch den sozialen Wohnungsbau dafür Sorge tragen, dass ausreichend Wohnungen für Menschen mit niedrigem Einkommen gebaut werden.

 

Nach Einschätzung des Deutschen Mieterbundes fehlen zurzeit allein in den Großstädten Deutschlands mehr als 100.000 Wohnungen. Wenn auf jetzigem Niveau weitergebaut wird, wird sich bis zum Jahr 2017 eine Lücke von rund 825.000 Mietwohnungen in Deutschland auftun. Folge ist, dass immer mehr Haushalte Schwierigkeiten haben, sich auf dem Wohnungsmarkt zu versorgen bzw. die hohen Mieten zu zahlen. Deshalb müssen jährlich 120.000 bis 130.000 Mietwohnungen, davon mindestens 40.000 Sozialwohnungen, neu gebaut werden, fordert der Deutsche Mieterbund.

 

Siebenkotten: „Bund und Länder müssen sich gleichermaßen bei der sozialen Wohnraumförderung stärker engagieren als bisher. Die Länder müssen verstärkt in den sozialen Mietwohnungsneubau investieren, und der Bund muss mindestens seine Zahlungen für den sozialen Wohnungsbau über das Jahr 2013 hinaus garantieren. Zurzeit fehlt noch eine entsprechende Klarstellung des Bundes und von Bauminister Peter Ramsauer.“

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