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Ergebnisse der Bundestagswahl 2017

Die Bundestagswahl am Sonntag endete mit deutlichen Stimmverlusten für CDU, CSU und SPD. Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen legten geringfügig zu, der FDP gelang wieder der Sprung in den Bundestag und die AfD wurde drittstärkste Partei.

CDU/CSU                               33,0 % (- 8,6 %)

(CDU                                     26,8 %, - 7,3 %,

CSU                                        6,2 %, - 1,2 %)

SPD                                       20,5 % (- 5,2 %)

AfD                                        12,6 % (+ 7,9 %)

FDP                                       10,7 % (+ 5,9 %)

Die Linke                                9,2 % (+ 0,6 %)

Bündnis 90/Die Grünen           8,9 % (+ 0,5 %)

Die Wahlbeteiligung stieg von 71,5 % (2013) auf 76,2 %.

Aufgrund von Überhang- und Ausgleichsmandaten wird der neue Bundestag aus 709 Abgeordneten bestehen, 78 mehr als bisher. Die Sitzverteilung:

CDU/CSU                              246 Sitze (- 65)

(CDU                                     200 Sitze, - 55,

CSU                                        46 Sitze, - 10)

SPD                                      153 Sitze (- 40)

AfD                                        94 Sitze (+ 94)

FDP                                       80 Sitze (+ 80)

Die Linke                                69 Sitze (+ 5)

Bündnis 90/Die Grünen           67 Sitze (+ 4)

Die CDU hat 185 Wahlkreise direkt gewonnen, die SPD 59, CSU 46, Die Linke 5, AfD 3 Wahlkreise und Bündnis 90/Die Grünen 1 Wahlkreis.           

Da keine Partei die absolute Mehrheit gewonnen hat, muss eine Koalitionsregierung gebildet werden. Rechnerisch möglich wäre eine Koalition von CSU/CSU und SPD. Die SPD hat aber einer Neuauflage der „Großen Koalition“ bereits eine Absage erteilt. Sie will in die Opposition gehen.  
Da alle Parteien eine Koalition mit der AfD ablehnen und eine Koalition von SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke als sehr unwahrscheinlich gilt, bleibt nach heutigem Stand nur eine „Jamaika-Koalition“ aus CSU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen als wahrscheinlichste Variante. Eine derartige Koalition würde über 393 der 709 Sitze im Deutschen Bundestag verfügen. Inwieweit eine „Jamaika-Koalition“ die drängenden wohnungspolitischen und mietrechtlichen Probleme anpacken wird, bleibt abzuwarten. Bündnis 90/Die Grünen haben in der letzten Legislaturperiode zahlreiche Verbesserungsvorschläge gemacht, die aber an der Koalitionsmehrheit, insbesondere an der CDU/CSU, scheiterten. Auch die FDP-Vorstellungen zur Deregulierung des Wohnungsmarktes, Abschaffung der Mietpreisbremse usw. widersprechen bisherigen Forderungen von Bündnis 90/Die Grünen.