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MieterZeitung August 2010Nachgefragt![]() Kaution
MZ: Für Mieter, denen das Geld für eine Mietkaution fehlt, gibt es seit einiger Zeit das Angebot von Kautions-Bürgschaften oder Kautions-Versicherungen. Eine tolle Idee? Ropertz: Nein, eher ein alter Hut und im Zweifel auch recht teuer. Kautionsbürgschaften gab es schon immer. Wenn sich die eigene Bank gegenüber dem Vermieter für einen Betrag in Höhe von drei Monatsmieten verbürgt, ist das eine Kautionsbürgschaft. Außerdem muss man immer auf das Kleingedruckte achten. Bei den Angeboten, die jetzt die Runde machen, fallen die unterschiedlichsten Gebühren an: Aufnahmegebühr, Jahresgebühr, x Prozent der Bürgschaftssumme usw.
MZ: Sollten Mieter also bei den „klassischen“ Kautionsformen bleiben? Ropertz: Jeder Mieter kann und muss selbst rechnen, ob bestimmte Kautionsformen für ihn Vorteile bringen. Er muss aber wissen, dass Kautionsbürgschaften teuer sind. Außerdem kann auf diese Form der Mietkaution auch nur zurückgegriffen werden, wenn der Vermieter damit einverstanden ist. Der setzt in aller Regel eher auf die sogenannte Barkaution.
MZ: Was heißt das? Ropertz: Barkaution bedeutet, der Mieter zahlt bar oder überweist den Kautionsbetrag zu Beginn des Mietverhältnisses direkt an den Vermieter. Der muss die Kaution auf einem Sonderkonto „konkursfest“ anlegen. Die Kaution wird hier mit einem für Spareinlagen üblichen Zinssatz verzinst. Wichtig auch, der Mieter muss den Kautionsbetrag nicht auf einen Schlag zahlen. Er hat das Recht, die Kautionssumme in drei Monatsraten zu zahlen. |
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