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Mieterzeitung Juni 2008Nachgefragt![]()
Thema Lärm
MZ: Umfragen zufolge fühlt sich jeder Dritte in seinen eigenen vier Wänden durch Lärm gestört. Was sind die häufigsten Ursachen? Ropertz: Ganz oben stehen Lärmbeeinträchtigungen aus Nachbarwohnungen, insbesondere Lärm von Feiern und Partys. Überhaupt ist zu laut aufgedrehte Musik ein großes Ärgernis, genauso wie Fernseher oder Hausmusikanten in der Nachbarschaft.
MZ: Warum häufen sich gerade jetzt die Beschwerden? Ropertz: Im Sommer werden viele „Feierabend-Aktivitäten“ nach außen verlagert, zum Beispiel auf den Balkon. Dann wird hier gefeiert, gelacht oder auch nur geredet. In den Nachbarwohnungen und erst recht auf den Nachbarbalkonen ist das dann alles deutlich zu hören. Außerdem: Je schöner das Wetter, desto länger sitzen die Mieter auch draußen.
MZ: Dürfen am Wochenende oder abends noch Gartenarbeiten erledigt werden? Ropertz: An Sonn- und Feiertagen dürfen Rasenmäher überhaupt nicht eingesetzt werden. Andere Geräte, wie Laubsammler, Laubbläser, Grastrimmer und Graskantenschneider, sind nicht nur am Wochenende verboten, sondern dürfen auch werktags nur bis 17.00 Uhr benutzt werden.
MZ: Was kann man gegen lärmende Nachbarn tun? Ropertz: Auf der einen Seite ist Rücksichtnahme gefordert, auf der anderen Seite mitunter auch mehr Toleranz. Wenn sich Nachbarn allerdings an keinerlei Spielregeln halten, muss der Vermieter eingeschaltet werden. Ständige Lärmstörungen rechtfertigen unter Umständen sogar eine Mietminderung. |
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