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Mieterzeitung April 2009NachgefragtKautionsmodelle![]() MZ: Neue Anbieter empfehlen Mietern statt herkömmlicher Kautionsmodelle so genannte Miet- oder Wohnbürgschaften. Ein gutes Angebot? Ropertz: Ich halte nichts davon. Diese Modelle führen ein Stück weiter in Richtung „gläserner Mieter“. Die Anbieter vermitteln die Bürgschaft nur nach sorgfältiger Liquiditätsprüfung. Die neue Kautionsform kostet den Mieter außerdem Geld, er muss je nach Anbieter unterschiedlich hohe Einmal- oder Aufnahmegebühren und regelmäßige Jahresgebühren zahlen.
MZ: Also keine Vorteile für den Mieter? Ropertz:. Ich kann keine Vorteile erkennen. Die Vertragspartner können bei Abschluss des Mietvertrages vereinbaren, in welcher Form die Mietsicherheit erbracht werden soll. Das kann die Barkaution oder das verpfändete Sparbuch, aber natürlich auch eine Bankbürgschaft sein. Da braucht man keine Vermittler und keine neuen Kautionsmodelle, da reicht es aus, wenn man zu seiner Hausbank geht.
MZ: Bringt eine Bankbürgschaft Vorteile für den Mieter? Ropertz: Das kommt auf den Einzelfall, auf die finanzielle Ausgangssituation des Mieters an. Außerdem muss beachtet werden, eine Bankbürgschaft kostet immer Gebühren. Die Barkaution dagegen erbringt Zins und Zinseszins. Davon profitieren die Mieter, aber auch die Vermieter. Durch die jährlichen Zinsen erhöht sich die Sicherheit.
MZ: Wie stehen Vermieter zu dem neuen Kautionsmodell? Ropertz: Sie sind kritisch bis ablehnend eingestellt. Für viele gilt das Motto: „Nur Bares ist Wahres.“ Sie nehmen in der Regel Barkautionen. |
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