Von Alltagsproblemen und Nachbarschaftsärger
279.497 Mietrechtsprozesse führten Mieter und Vermieter im Jahr 2009 vor Amts- und Landgerichten in Deutschland. Dabei geht es nach der Prozess-Statistik des Deutschen Mieterbundes nicht nur um die großen Themen, wie Kündigung, Mieterhöhung, Schönheitsreparaturen oder Betriebskosten. Immer öfter wird über Alltagsfragen rund um die Mietwohnung gestritten und prozessiert.
- Darf der Kinderwagen im Hausflur stehen bleiben?
- Darf eine Antenne für den Satellitenempfang am Balkon angebracht werden?
- Kann der Vermieter verlangen, dass der Hund abgeschafft wird?
- Wie lange darf Besuch bleiben?
- Darf der Nachbar stundenlang Klavier spielen?
Bei diesen typischen Alltagsfragen, ist es wichtig, dass Mieter ihre Rechte besser kennen, vor allem aber auch über ihre Pflichten Bescheid wissen. Das hilft, Streit, Ärger, Dauerfehden und Gerichtsverfahren zu verhindern.
Der Deutsche Mieterbund (DMB) hat deshalb die Broschüre „Mieterrechte und Mieterpflichten“ neu aufgelegt. Hier erhalten Mieter die wichtigsten Informationen darüber, was sie in ihrer Wohnung dürfen und was nicht, wozu sie die Erlaubnis des Vermieters benötigen, aber auch welche Rechte und Pflichten die Nachbarn im Haus haben. Neben Gesetzen und Verträgen wurden mehr als 700 Gerichtsurteile für die neue Broschüre ausgewertet.
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