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Mietminderung wegen Zigarettenrauchs

 

Dringt immer wieder Zigarettenrauch bei geöffnetem Fenster oder geöffneter Balkontür in die Mieterwohnung, weil der Mieter der darunter liegenden Wohnung auf seinem Balkon „ständig“ raucht, ist nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) eine Mietminderung berechtigt.

 

Das Landgericht Berlin (67 S 307/12) hielt eine Mietminderung von 10 Prozent für berechtigt und erlaubt dem Mieter darüber hinaus, den dreifachen Mietminderungsbetrag bis auf weiteres zurückzubehalten. Das Gericht betonte, der Mieter habe in den Sommermonaten seine Wohnung nicht mehr lüften können, weil der unter ihm wohnende Mieter in erheblichem Maße auf seinem Balkon, mehrmals in einer Stunde, rauchte und der Zigarettenqualm in die darüber liegenden Wohnung zog.

 

Nach Darstellung des Deutschen Mieterbundes hat das Landgericht Hamburg (311 S 92/10) bereits vor einem Jahr entschieden, dass Mieter die Miete um 5 Prozent mindern durften, weil der Mieter der unten liegenden Wohnung ständig auf seinem Balkon rauchte.

 

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