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Prostitution im Haus

 

Mieter haben das Recht, das Mietverhältnis fristlos zu kündigen, wenn im gleichen Haus ein Wohnungsbordell betrieben wird, entschied jetzt das Amtsgericht Osnabrück (83 C 186/07).

Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) stellte die alleinstehende Mieterin unmittelbar nach ihrem Einzug in das zweite Obergeschoss fest, dass in den beiden Erdgeschosswohnungen ein Wohnungsbordell betrieben wurde. Sie kündigte fristlos, zog aus und zahlte keine Miete mehr.

Zu Recht, wie das Amtsgericht Osnabrück feststellte. Bei einer polizeilichen Überprüfung wurden drei Prostituierte in der Erdgeschosswohnung angetroffen, und im Internet wurde das Wohnungsbordell konkret beworben. Deshalb ist nach Auffassung des Amtsgerichts Osnabrück die Mieterin berechtigt, fristlos zu kündigen. 
Es sei ihr nicht zumutbar gewesen, das Mietverhältnis mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen oder den Vermieter aufzufordern, gegen das Wohnungsbordell vorzugehen, so der Deutsche Mieterbund. Sie hätte sofort kündigen dürfen. Die Ausübung der Prostitution in einer im gleichen Haus wie der Mietwohnung gelegenen Wohnung führt zu einer immanent drohenden Gefahr einer Belästigung durch Freier bzw. zu einer für weibliche Mieter drohenden Gefahr einer Einschätzung als Prostituierte.