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Schönheitsreparaturen

Bordüre mit Harry-Potter-Motiven 

(dmb) Das Kleben von Mustertapeten und einer Bordüre mit Harry-Potter-Motiven im Kinderzimmer ist erlaubt, hält sich im Rahmen des Üblichen und gehört zum normalen vertragsgemäßen Gebrauch, entschied das Landgericht Berlin (Az: 62 S 87/05).
Nach Informationen des Deutschen Mieterbundes hatte der Vermieter nach Auszug der Mieter verlangt, Tapete und Bordüre zu beseitigen und Schadensersatz gefordert.
Zu Unrecht. Aufgrund der kurzen Wohndauer von etwa 1,5 Jahren und weil die Mieter schon bei Vertragsbeginn renovieren mussten, waren sie beim Auszug nicht zu Schönheitsreparaturen verpflichtet.
Das Landgericht wies darauf hin, dass Mieter, die die neue Wohnung selbst renovieren müssen, in der Wahl von Farbe und Material und in Bezug auf die Gestaltung der Wände grundsätzlich frei sind. Die Grenzen der Gestaltungsfreiheit werden erst dann überschritten, wenn die Mieter äußerst ungewöhnliche Farbkombinationen bzw. Farbwahlen treffen. Dagegen ist der Mieter nicht von vornherein verpflichtet, nur eine neutrale oder helle Farbe für die Wände zu verwenden. Er darf sich, so der Deutsche Mieterbund, individuell einrichten, zumindest so lange es im Rahmen des Üblichen bleibt. Hierzu gehört auch das Kleben einer Bordüre mit Harry-Potter-Motiven im Kinderzimmer, bestätigten die Berliner Richter.