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Umwandlung in Eigentumswohnungen

 

Mietshäuser können in Eigentumswohnungen aufgeteilt werden. Folge, so der Deutsche Mieterbund (DMB), ist dann, dass der Eigentümer oder Vermieter nicht mehr Eigentümer des ganzen Hauses ist. Es wird separates Eigentum für jede Wohnung gebildet, jede Wohnung kann einen anderen Eigentümer und damit Vermieter haben. Durch diese Konstruktion erhöht sich für den Mieter einer Eigentumswohnung das Kündigungsrisiko.

 

Deshalb genießen Mieter, deren Wohnungen umgewandelt werden, nach dem Gesetz einen besonderen Kündigungsschutz.

Der Käufer der Wohnung und neue Vermieter tritt in das bestehende Mietverhältnis ein. Er kann zwar kündigen, wenn er einen Kündigungsgrund, wie zum Beispiel Eigenbedarf hat, er muss aber neben den normalen gesetzlichen Kündigungsfristen eine so genannte Kündigungssperrfrist einhalten. Die beträgt nach dem Gesetz mindestens drei Jahre. In dieser Zeit darf der neue Eigentümer keine Kündigung aussprechen. In Gebieten mit erhöhter Wohnungsnot können die Bundesländer per Verordnung Kündigungssperrfristen bis zu 10 Jahre erlassen.

 

Wird die Wohnung in eine Eigentumswohnung umgewandelt, hat der dort wohnende Mieter ein gesetzliches Vorkaufsrecht. Das bedeutet, der Mieter kann in den Kaufvertrag, den der Vermieter und ein Käufer ausgehandelt haben, „einsteigen“ und die Wohnung anstelle des vorgesehenen Käufers erwerben, und zwar zu unveränderten Bedingungen und zum selben Preis. Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes muss der Mieter vom Vermieter selbst oder dem potentiellen Käufer über den Inhalt des Kaufvertrages unterrichtet und darauf hingewiesen werden, dass er ein Vorkaufsrecht hat.

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