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Katzengitter

 

 

Mieter dürfen Balkon, Fenster oder Türen mit einem Katzengitter sichern. Das gilt nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Schorndorf (Az. 6 C 1166/11) zumindest dann, wenn das Katzengitter weder eine optische Beeinträchtigung noch einen Eingriff in die bauliche Substanz der Mietsache darstellt.

 

Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) war das Katzengitter aufgrund seiner festen Substanz aus Draht und grünen Farbe im Erdgeschoss von außen gut sichtbar. Das Gericht verneinte aber trotzdem eine „optische Beeinträchtigung“. Das Katzengitter sei ausschließlich vom Parkplatz hinter dem Haus, den ausschließlich Hausbewohner und Besucher nutzen, und von wenigen umliegenden Fenstern aus zu sehen. Insoweit läge keine Beeinträchtigung der zur Straßenseite gelegenen Hausfassade vor. Auf der Rückseite des Hauses sei aber keine einheitliche Fassadengestaltung zu erkennen. Hier befänden sich an anderen Balkonen Gitter, Pflanzgitter sowie unterschiedliche Verglasungen.

 

Da das Katzengitter von allein stand, nicht anmontiert werden musste und auch jederzeit entfernt werden konnte, lag nach Angaben des Mieterbundes auch kein Eingriff in die Bausubstanz der Mietsache vor. Deshalb konnte der Vermieter die Beseitigung des Katzengitters nicht verlangen.

 

 

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