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Nacktsonnen im Garten

 

(dmb) Nacktsonnen im mitgemieteten Garten ist in aller Regel erlaubt. Der Hausfrieden wird hierdurch gar nicht bzw. nur unwesentlich beeinträchtigt, so dass eine Kündigung des Vermieters nicht gerechtfertigt ist, entschied das Amtsgericht Merzig (Az.: 23 C 1282/04).

Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) beklagte der Vermieter, seine Mieterin sonne und räkle sich nackt im Garten. Ihr Verhalten sorge bei Nachbarn und in der Dorfgemeinschaft für Gesprächsstoff. Nach Ansicht des Amtsgerichts kommt es hierauf aber überhaupt nicht an. Hausfrieden bedeute, dass die Bewohner eines Hauses zur gegenseitigen Rücksichtnahme verpflichtet sind. Jede Mietpartei habe sich letztlich so zu verhalten, dass andere Mieter bzw. der Vermieter im Haus nicht gestört werden.

Hier hatten die Mieter einen separat zugänglichen Teil eines renovierten Bauerhofes gemietet. Weitere Mieter, die sich hätten gestört fühlen können, gab es gar nicht, so dass der Hausfrieden nicht beeinträchtigt wurde.

Fazit des Deutschen Mieterbundes: Es unterliegt der freien Entscheidung der Mieter, ob und wie sie sich im mitvermieteten Garten sonnen wollen. Selbst wenn Nachbarn aus anderen Häusern hieran Anstoß nehmen, liegt keine Störung des Hausfriedens vor.

Anders unter Umständen, wenn es zu sexuellen Handlungen auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses kommt. Hier könnte der Vermieter die Mieter wegen Störung des Hausfriedens abmahnen (AG Bonn 8 C 209/05).

 

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