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Keine Anwaltskosten

 

(dmb) Ein Vermieter darf durch die Einschaltung eines Rechtsanwaltes keine unnötigen Kosten zum Nachteil seiner Mieter verursachen, entschied jetzt das Amtsgericht Gießen (48 MC 648/08).

Nach Darstellung des Deutschen Mieterbundes (DMB) ließ Deutschlands größter Vermieter, die Deutsche Annington, über einen Rechtsanwalt ein Mietverhältnis wegen Zahlungsrückständen fristlos kündigen und forderte die Erstattung der Anwaltskosten von dem soeben gekündigten Mieter.

 

Zu Unrecht, wie das Amtsgericht Gießen entschied. Zwar könne ein Vermieter grundsätzlich Anwaltskosten erstattet verlangen. Voraussetzung sei jedoch, dass die Inanspruchnahme eines Anwaltes erforderlich war. Das ist bei Großvermietern, wie der Deutschen Annington mit über 220.000 Wohnungen, aber nicht der Fall. Bei der Deutschen Annington müsse davon ausgegangen werden, dass sie über genügend fachkundiges Personal verfüge, das in der Lage ist, selbst eine fristlose Kündigung wegen Mietzinsrückständen auszusprechen. Da durch die Einschaltung des Rechtsanwaltes zum Nachteil des Mieters unnötige und dazu noch sehr hohe Kosten verursacht wurde, habe die Deutsche Annington keinen Erstattungsanspruch.