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80 Seiten Abrechnung

(dmb) Umfasst eine Betriebskostenabrechnung mehr als 80 Seiten, ist sie nicht mehr nachvollziehbar, entschied das Amtsgericht Köln (Az. 219 C 302/08).

 

Der Kölner Vermieter hatte nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) für eine Wirtschaftseinheit eine Betriebskostenabrechnung auf über 80 Seiten verfasst. Hier standen Informationen zu Heizkosten, Wasser- und Abwasserkosten, diverse Abrechnungen, Zahlungsaufstellungen, Erläuterungen der einzelnen Betriebskostenarten und deren Umlageschlüssel, Flächenaufstellungen, Informationen zu Heizkreisläufen, zu unterschiedlichsten Personalkosten oder zu diversen Aufmaßen.

 

Die geforderte Nachzahlung in Höhe von 766,95 Euro mussten die Mieter nicht zahlen. Das Gericht wertete die 80 Seiten lange Abrechnung als „Buch“. Eine Prüfung der Aufstellungen zu den Betriebskosten sei einem durchschnittlichen Mieter nicht zumutbar. Nur eine nachvollziehbare Nebenkostenabrechnung könne aber einen Nachforderungsanspruch des Vermieters begründen.

 

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