|
|
![]() |
||||||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||||
Zeitungen
|
Mieterzeitung April 2008Editorial![]()
Beitrag gegen Wohnarmut
Das Wohnen in Deutschland ist teuer. Die meisten Haushalte müssen weit mehr als ein Drittel ihres verfügbaren Einkommens für das Wohnen ausgeben. Wohnkosten, das sind Grundmiete, kalte und warme Betriebskosten. Vor allem die Energiekosten sind buchstäblich explodiert. Was dies im Einzelnen bedeutet, ist in dieser Ausgabe der MieterZeitung konkret dargestellt. Die hohen Energiepreise treffen vor allem einkommensschwache Haushalte stark. Sie bewirken aber auch, dass immer mehr Geld der Mieterinnen und Mieter zu den Versorgungsunternehmen und nicht zu den Vermietern fließt. Als Deutscher Mieterbund haben wir hierzu eine klare Aussage: Jeder Cent, der beim Wohnungsunternehmen oder beim privaten Vermieter landet, ist uns lieber als die Gewinnmaximierung der Energie-Multis. Denn Vermieter brauchen auch Geld, um zu modernisieren, um die Bestände energetisch zu verbessern, um das Wohnumfeld zu pflegen. Auch wenn dies längst nicht immer so getan wird, mahnen wir auch eine solche Verwendung der Einnahmen aus Mieten immer wieder an. Wenn es um die Bezahlbarkeit des Wohnens geht, ist der Staat in einer besonderen Verantwortung. Erwerbsfähige Arbeitslose erhalten über die Kosten der Unterkunft im Prinzip eine Voll-Brutto-Kostenerstattung der Mieten und der Heizkosten, eingeschränkt nur durch Angemessenheitsgrenzen. Nicht (mehr) erwerbsfähige Personen mit niedrigem Einkommen, insbesondere die Rentnerhaushalte, haben in der letzten Zeit das Nachsehen gehabt: Sie konnten zwar Wohngeld in Anspruch nehmen, die explodierten Energiekosten hatten sie aber selbst und allein zu tragen. Der Deutsche Mieterbund hat diesen Missstand immer wieder angemahnt und öffentlich auf die Notwendigkeit hingewiesen, das Wohngeld nicht nur zu erhöhen, sondern auch die warmen Betriebskosten in die Wohngeldberechnung einzubeziehen. Damit scheinen wir nunmehr Erfolg zu haben. Die große Koalition hat sich darauf geeinigt, die Heizkosten in der Wohngeldberechnung zu berücksichtigen. Konkret bedeutet dies, dass die bisher wohngeldberechtigten Haushalte etwa 50 bis 65 Prozent mehr Wohngeld erhalten. Dies ist durchaus ein wirksamer Beitrag zum Abbau der Wohnarmut in Deutschland. Weitere Einzelheiten hierzu erfahren Sie in dieser Ausgabe der MieterZeitung. Daraus habe ich wieder einmal gelernt: Wer beharrlich richtige Ziele verfolgt, kann erfolgreich sein. Und nicht alles, was die Politik tut, ist schlecht. Wir, der Deutsche Mieterbund, werden auch in Zukunft konsequent die Interessen unserer Mitglieder und aller Mieterinnen und Mieter in Deutschland vertreten.
Ihr Dr. Franz-Georg Rips |
Impressum Schrift
Suche
MieterZeitung April2008
Alle 2 Monate neu Für Mitglieder oft kostenlos. Fragen Sie Ihren Mieterverein! ABO für 8 € / Jahr |
||||||||||||||||||||||||
|
© Deutscher Mieterbund e.V. - 2012 Home| Kontakt| Profil| Vereine| Presse| Politik| Recht| Service| Energie| Bücher| Zeitungen| Shop |
||||||||||||||||||||||||||